Love is not an Emotion

  • Wenn Psychologen oder Neurowissenschaftler ihre neuesten Thesen zum Thema Liebe zwischen Personen verkünden, dann ist das immer eine Schlagzeile wert. Erstaunlicherweise machen sie sich jedoch kaum Gedanken darüber, ob dasjenige, was sie untersucht haben, identisch ist mit demjenigen, was mehr oder weniger jeder von uns unter romantischer Liebe zwischen Personen versteht. Und tatsächlich klafft zwischen überraschend viel alltagspsychologischer Einigkeit und vorgetragener, wissenschaftlicher Präzision ein tiefer Abgrund.
    Wenn die Person A z.B. seine Frau B auf romantische Weise liebt, dann unterscheidet sich diese Liebe zweifellos von der, die er z.B. seinen Kindern gegenüber hegt. Vielleicht halten wir es für befremdlich, zu verlangen, daß er seine Liebe gegenüber seinen Kindern erklärt oder verständlich macht, aber wir haben keine Schwierigkeiten, die Frau von A in Gedanken mit Eigenschaften, Gewohnheiten oder Vorlieben auszustatten derart, daß sich einige von uns an den Kopf fassen und fragen würden: ”Wie kann er nur?”. Doch woran liegt das?
    1040 Views - September 28th, 2009






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